Fördergerüst auf dem Kreisel „Am Hüttenhaus“ installiert

Nachbildung vom Fördergerüst der Grube San Fernando schmückt jetzt den Kreisel am Hüttenhaus

Ein weiteres Stück Herdorfer Bergbaugeschichte ist seit heute Morgen im Stadtbild sichtbar: Auf dem Verkehrskreisel „Am Hüttenhaus“ wurde die Nachbildung des Fördergerüstes von der ehemaligen Grube San Fernando aufgestellt. Mit dem rund 4,50 Meter hohen Bauwerk erhält das Areal einen neuen Blickfang und gleichzeitig ein eindrucksvolles Symbol für die bergbaulichen Wurzeln der Stadt.

Ofensau, Grubenpferd, Herdorf-History-Tour – nachdem im vergangenen Jahr bereits einiges im Bereich rund um das Hüttenhaus passiert ist, wird die Geschichte Herdorfs nun um ein weiteres markantes Element ergänzt. Das gesamte Ensemble erinnert an eine Zeit, in der der Bergbau und die Friedrichshütte das Leben vieler Herdorfer Familien über Generationen hinweg geprägt haben.

Stadtbürgermeister Uwe Geisinger freut sich über die sichtbare Weiterentwicklung des Areals:

„Mit der Nachbildung des Fördergerüstes wird unsere Bergbaugeschichte ein weiteres Stück greifbarer. Rund um das Hüttenhaus entsteht ein Ort, der an die Menschen erinnert, die über Generationen hinweg im Bergbau und auf der Friedrichshütte gearbeitet haben. Viele Herdorfer Familien verdanken dieser Zeit ihren Lebensunterhalt. Deshalb ist es mir ein großes Anliegen, diese Wurzeln sichtbar zu machen und für kommende Generationen zu bewahren.“

Das Fördergerüst ist eine Nachbildung des Fördergerüstes der Grube San Fernando, wurde im Maßstab 1:6 gefertigt und durch das LEADER-Förderprogramm bezuschusst. Als Grundlage dienten originale Stahlbauzeichnungen aus dem Jahr 1928, die bis heute erhalten geblieben sind.

Federführend umgesetzt wurde das rund 700 Kilogramm schwere Bauwerk von Bernd Mudersbach, Geschäftsführer der Firma Mudersbach aus Friedewald. Gemeinsam mit dem dualen Studenten Moritz Jung sowie zwei Auszubildenden entstand das Fördergerüst als internes Projekt des Unternehmens. Gefertigt wurde die Konstruktion aus Cortenstahl. Dessen charakteristische Rostpatina dient nicht nur der besonderen Optik, sondern gleichzeitig als natürliche Schutzschicht. Da der notwendige Witterungseinfluss während der Fertigung ausblieb, wurde die Patina mithilfe eines Rostbeschleunigers erzeugt. Eine Beleuchtung, die in der Schachthalle angebracht wird, setzt das Fördergerüst künftig auch in den Abendstunden wirkungsvoll in Szene. Das Gesambild des Kreisels wird dann in der nächsten Zeit mit Rollrasen und Blumenbeet abgerundet.

Für Bernd Mudersbach ist das Projekt weit mehr als ein gewöhnlicher Stahlbau. Seit seiner Kindheit begeistert er sich für den Bergbau und engagiert sich seit vielen Jahren mit viel Herzblut für den Erhalt bergbauhistorischer Zeugnisse in der Region. Dieses Engagement spiegelt sich auch in der Nachbildung des Fördergerüstes wider, das künftig täglich zahlreiche Besucherinnen und Besucher sowie Verkehrsteilnehmer am Hüttenhaus willkommen heißt.

Mit der Fertigstellung des neuen Wahrzeichens gewinnt das Hüttenhaus-Areal nicht nur einen weiteren Blickfang, sondern auch ein sichtbares Stück Herdorfer Identität. Geschichte wird hier nicht nur erzählt – sie wird erlebbar.

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