Afrikanische Schweinepest

Sperrzone auch für Herdorf eingerichtet

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist weiterhin nicht im Kreis Altenkirchen nachgewiesen worden – positive Fälle im Raum Kreuztal und Netphen in Nordrhein-Westfalen sorgen jedoch dafür, dass Vorsichtsmaßnahmen notwendig werden.

Daher wurde nun eine sogenannte „Sperrzone I“ eingerichtet. Betroffen sind neben der Verbandsgemeinde Kirchen auch die Städte Herdorf und Daaden sowie Grünebach und Emmerzhausen. Die entsprechende Allgemeinverfügung tritt ab Freitag (22. Mai) in Kraft und ist auf der Website des Kreises Altenkirchen abrufbar.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine hochansteckende Viruserkrankung bei Wild- und Hausschweinen. Für Menschen ist das Virus ungefährlich, für Schweine jedoch fast immer tödlich.

Stadtbürgermeister Uwe Geisinger appelliert an die Bevölkerung, besonders bei Spaziergängen und Aufenthalten im Wald aufmerksam und verantwortungsvoll zu handeln: „Auch wenn es aktuell keine Einschränkungen für Bürgerinnen und Bürger gibt, sollten die Hinweise und Verhaltensregeln im Wald unbedingt ernst genommen werden. Jeder kann mithelfen, das Risiko einer weiteren Ausbreitung zu minimieren.“

Daher wird um besondere Vorsicht im Wald gebeten:

– Keine Essensreste liegenlassen

– Abfälle nur in geschlossenen Behältern entsorgen oder wieder mitnehmen

– Hunde möglichst anleinen

– Tote Wildschweine nicht anfassen und sofort Polizei, Veterinäramt oder den zuständigen Jäger informieren

Für Jägerinnen und Jäger sowie Schweinehalter gelten hingegen besondere Schutzmaßnahmen. Unter anderem sind Drück- und Bewegungsjagden untersagt. Erlegtes Schwarzwild muss gemeldet und beprobt werden.

Parallel dazu wird entlang der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen ein weiterer Schutzzaun errichtet. Dieser soll verhindern, dass sich die ASP weiter Richtung Norden von Rheinland-Pfalz ausbreitet.

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