Erster Mundart-Abend der VHS Herdorf ein voller Erfolg

„Geschwätzt un gelaacht“ – „Gudn“, „Gn‘ Owend“, „Dä wäm da sej böst dau da?“ oder „Dau böst fussisch!“ – das waren nur einige der Floskeln, die man am Dienstagabend im „Stüffje“ hören konnte. Denn im Knappenstübchen wurde „Platt“ nicht nur gesprochen, sondern gemeinsam gelebt.

Zum ersten Mundart-Abend der VHS Herdorf begrüßten die Initiatoren Monika Weber und Stadtbürgermeister Uwe Geisinger zunächst rund 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In lockerer Atmosphäre wurde erzählt, gelacht und natürlich „Herdorfer Platt geschwätzt“. Eine Teilnehmerin hatte eine große Liste mit „Herdorfer Wörtern“ dabei und machte daraus spontan ein Quiz: Wer kennt den Begriff – und wer weiß noch, was er bedeutet?

Auch alte Heimatbücher und Postkartensammlungen machten die Runde. Gemeinsam wurde überlegt, wann und wo Aufnahmen entstanden sein könnten, Erinnerungen wurden ausgetauscht und Geschichten von früher erzählt. Monika Weber trug zudem das Gedicht „Herdorfer Mädche“ von Maria Schmidt-Weber vor.

Hinter dem neuen Angebot steckt ein wichtiges Anliegen: Das Herdorfer Platt soll erhalten, wieder stärker ins Bewusstsein gerückt und für alle Generationen zugänglich gemacht werden.

💬 „Unser Herdorfer Platt gehört zu unserer Heimat und unserer Geschichte. Solche Abende zeigen, wie viel Wissen, Erinnerungen und vor allem Gemeinschaft in unserer Mundart stecken. Es wäre schön, wenn wir damit auch wieder mehr Menschen ermutigen, einfach Platt zu schwätzen – ganz egal, ob perfekt oder nicht.“ freute sich Stadtbürgermeister Uwe Geisinger über den gelungenen Auftakt.

Eines steht bereits fest: Der Mundart-Abend wird wiederholt! Datum, Uhrzeit und Ort gibt die VHS rechtzeitig bekannt.

Und warum bekam unser Stadtbürgermeister nach guter, herzlicher „Herdorfer Art“ von den Anwesenden erstmal ordentlich „den Kümmel geriehrt“? Ganz einfach: Seine Begrüßungsrede hielt er auf Hochdeutsch…

Bis dahin: schwätzt Platt – dat döt net wiehr!

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