Der Ortsteil Sassenroth
Frühgeschichtliche Funde belegen, dass der Ortsteil Sassenroth ebenso wie Herdorf selbst auf eine lange Bergbautraditon zurückblicken kann und das Gebiet auch schon in der La-Tène-Zeit besiedelt war.
Die erste urkundliche Erwähnung Sassenroths stammt aus dem Jahre 1261. In dieser Urkunde wird dem Herren Gerhard von Sassenroth das Recht verliehen, über seine Untergebenen selbst Recht zu sprechen. Erwähnt wird in dieser Urkunde auch, dass sich in Sassenroth ein steinernes Haus befinde. Heimatforscher vermuten, dass es sich dabei um eine burgähnliche Anlage gehandelt hat, da in dieser Gegend sonst nur Fachwerkhäuser gebaut wurden. Sassenroth hat in dieser Zeit zum Freien Grund gehört. Später wird die Zugehörigkeit zu Freusburg genannt, dass unter der Landesherrschaft der Grafen von Sayn stand. In zahlreichen Urkunden aus dem 14. und 15. Jahrhundert finden sich weitere Hinweise auf die Existenz Sassenroths.
Um 1600 sollen hier sieben Häuser gestanden haben, 150 Jahre später werden neun genannt und bis zum Jahre 1803 war der Ort auf 26 Häuser angewachsen. Erst 1856 wurde die verkehrsmäßige Anbindung Sassenroths entscheidend verbessert, als die Provinzialstraße von Betzdorf nach Herdorf gebaut wurde. Dreißig Jahre später wurde der Ort der neugebildeten Bürgermeisterei Betzdorf zugeteilt. Am 1. April 1955 wurde die amtsfreie Gemeinde Herdorf gebildet, der dann die Orte Sassenroth und Dermbach angegliedert wurden.
Heute zählt Sassenroth rd. 500 Einwohner. An die bergbauliche Tradition erinnert hier das
Bergbaumuseum des Kreises Altenkirchen, das auf dem Gelände der ehemaligen Schule angelegt wurde.






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